Antisemitismus begegnet Menschen in Organisationen häufiger als vermutet. Viele sind unsicher, wie sie reagieren sollen. Das ist verständlich. Dieser Workshop schafft Klarheit, ohne zu überfordern.
Zum WorkshopAntisemitismuskritik ist keine Frage der richtigen Haltung allein. Sie braucht Wissen, Urteilsvermögen und die Fähigkeit, in konkreten Situationen klar und verantwortungsvoll zu handeln.
Antisemitismus nimmt viele Formen an: offene Feindseligkeit, Verschwörungserzählungen, Schuldabwehr, codierte Bilder oder der Hass, der sich auf Israel als jüdisches Kollektiv richtet. Nicht alle davon sind leicht erkennbar. Viele Erscheinungsformen sind subtil, historisch gewachsen und auch in gut gemeinten Kontexten präsent.
Das macht Unsicherheit verständlich. Viele Menschen in Organisationen spüren, dass etwas nicht stimmt, wissen aber nicht, wie sie es einordnen oder ansprechen sollen. Diese Unsicherheit ist kein Versagen. Sie ist der Ausgangspunkt, von dem dieser Workshop ausgeht.
Unser Ansatz ist pädagogisch, nicht richterlich. Es geht nicht darum, Definitionen auswendig zu lernen oder in jedem Fall sofort Bescheid zu wissen. Es geht darum, Urteilsvermögen zu entwickeln, das im Alltag trägt.
Viele Organisationen warten zu lange, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Aber nichts zu tun ist auch eine Entscheidung. Wir helfen Ihnen, handlungsfähig zu werden, ohne dass Sie sich dabei allein fühlen müssen.
Antisemitismus zeigt sich nicht immer offen. Wir schauen gemeinsam auf klassische Formen wie Stereotypen und Ausgrenzung, auf Verschwörungserzählungen, auf Schuldabwehr gegenüber der NS-Geschichte und auf israelbezogenen Antisemitismus. Ziel ist nicht das perfekte Urteil, sondern ein geschärfter Blick.
Antisemitismus tritt heute oft verschlüsselt auf: als Verschwörungsideologie, als Projektion auf „die Zionisten" oder „die Globalisten", als scheinbar politische Kritik, die aber antisemitische Muster reproduziert. Der Workshop hilft, diese codierten Formen zu erkennen, ohne in Schnellurteile zu verfallen.
Viele Situationen sind uneindeutig. Wir arbeiten nicht mit starren Checklisten, sondern entwickeln gemeinsam Urteilsvermögen für komplexe Fälle. Was hilft in dieser konkreten Situation? Was brauchen Betroffene? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt, nicht die Definition.
Was sage ich, wenn ich antisemitische Aussagen höre? Wie spreche ich Betroffene an? Was ist meine Verantwortung als Führungskraft? Der Workshop gibt keine Patentantworten, aber übertragbare Handlungsstrategien, die sich in realen Situationen bewähren.
Kein abstraktes Wissen. Sondern Klarheit, Sicherheit und die Fähigkeit, im Alltag verantwortungsvoll zu handeln.
Antisemitische Aussagen, Symbole und Situationen sicher erkennen und einordnen
Unterschiedliche Erscheinungsformen von Antisemitismus unterscheiden
Unsicherheiten im Umgang mit sensiblen Situationen deutlich reduzieren
Professionell und verantwortungsvoll auf antisemitische Vorfälle reagieren
Betroffene angemessen unterstützen
Die eigene Rolle und Verantwortung in der Organisation klarer verstehen
Der Workshop ist für Organisationen ohne Vorkenntnisse ebenso geeignet wie zur Vertiefung bestehender Kompetenzen. Inhalte werden an den jeweiligen Kontext und die Zielgruppe angepasst.
Ercan Carikci begleitet seit 2009 Organisationen in rassismuskritischer OE und Demokratiearbeit. Jannik Veenhuis bringt als Teil des ECC-Trainerteams seine Expertise in politischer Bildung und Antisemitismuskritik ein.
Sein Ansatz ist wirkungsorientiert und pädagogisch: Urteilsvermögen entwickeln statt Definitionen auswendig lernen.
Nehmen Sie Kontakt auf. Wir klären gemeinsam, welches Format zu Ihrer Organisation passt, welche Vorkenntnisse vorhanden sind und was Sie konkret brauchen. Es gibt keine dummen Fragen.